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Neue Daten zur Konsolidierungstherapie mit ZevalinŽ
Datum: Montag 25 Januar 2010 11:50:04
Thema: Neues aus der Medizin


Radioimmuntherapie: Komplettremissionen erhöht bei weniger Toxizität durch verkürzte Chemotherapie

Leverkusen, 21. Januar 2010 - Eine auf der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) im Dezember 2009 vorgestellte Studie bestätigt die hohe Aktivität von 90Yttrium-Ibritumomab-Tiuxetan (Zevalin®) beim follikulären Lymphom: Mit der First-Line-Konsolidierungstherapie mit Zevalin® lassen sich zwei Ziele realisieren: Sie ermöglicht einmal eine Verkürzung der initialen Chemotherapie von 6 auf 4 Zyklen und damit eine beachtliche Reduktion der Hämatotoxizität. Gleichzeitig verbessert die Zevalin®-Gabe die Effektivität der Induktionstherapie, so dass bei Therapieende 94% der Patienten eine komplette Remission (CR) erreicht hatten.

Den Stellenwert von Zevalin® bei nicht vorbehandelten Patienten mit follikulärem Lymphom belegt eine Phase-II-Studie, in der der Antikörper im Anschluss an eine Chemotherapie mit Fludarabin/Mitoxantron (FM) zu einer CR-Rate von 95% führte. Nach 3-jährigem Follow-up lebten noch alle Patienten, 76% davon progressionsfrei. Diese überzeugenden Daten waren die Basis für eine weitere multizentrische Phase-II-Studie bei nicht vorbehandelten Patienten, in der Zevalin® im Anschluss an eine auf 4 Zyklen verkürzte Induktionstherapie mit Rituximab plus FM (RFM) verabreicht wurde. Ziel war die Entwicklung eines neuen Therapieansatzes, in der die Exposition der Patienten gegenüber einer konventionellen Chemotherapie verringert und damit auch die Toxizität reduziert wird, erläuterte Dr. Pier Luigi Zinzani, Bologna, bei der Posterpräsentation(1) der Studie.



Hohe Konversionsrate durch Radioimmuntherapie
Für die Studie wurden 55 nicht vorbehandelte Patienten mit follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom (Stadien II-IV) rekrutiert. 37 der 52 Patienten (71%), die die Induktionstherapie mit RFM beendeten, sprachen mit einer CR, 14 mit einer partiellen Remission (PR: 27%) an. 50 Patienten erhielten danach eine Zevalin®-Infusion, die die Qualität des Ansprechens erheblich verbesserte: 11 der partiellen Responder kamen nach Einmalgabe des Antikörpers in eine CR, sodass die CR-Rate auf 94% anstieg. Nach im Mittel 19-monatigem Follow-up befinden sich 84% der Patienten weiterhin in CR. 

Das neue Regime wurde gut vertragen: Bei vergleichbarer Effektivität wurde durch die Verkürzung der initialen Chemotherapie auf nur 4 Zyklen eine beachtliche Reduktion der Hämatotoxizität um rund 30% erreicht, berichtete Zinzani. Auch erholte sich die Knochenmarkfunktion bei allen Patienten innerhalb von 4 Wochen nach der Radioimmuntherapie wieder vollständig. Zinzani wertete die Konsolidierungstherapie mit Zevalin® bei therapienaiven Patienten mit follikulärem Lymphom daher abschließend als gut anwendbar und aufgrund der hohen Konversionsrate als ausgesprochen effektiv.

Referenz:
Vortrag und Poster anlässlich des 51st Annual Meeting of the American Society of Hematology (ASH), New Orleans, 5.-8. Dezember 2009:
(1) Zinzani PL, et al.: A phase II Trial of RFM (Rituximab, Fludarabine and Mitoxantrone) Chemotherapy Followed by Yttrium 90 (90Y) Ibritumomab Tiuxetan (90Y-IT) for Untreated Follicular Lymphoma (FL) Patients. Poster Session "Lymphoma: Therapy with Biological Agents, excluding Pre-Clinical Models", 7. Dezember 2009; Abstract 3743







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